Herbstfest 2015

Bild: KürbiskarreIn der Woche vor dem zweiten Oktoberwochenende beginnt auf dem sonst recht friedlichen Fischereihof zunehmend geschäftiges Treiben. Die Anspannung ist spürbar und die Arbeitsatmosphäre wird von einem gewissen Zeitdruck bestimmt – es geht auf das alljährliche Herbstfest zu und es ist noch eine Menge vorzubereiten. Marin und ich sind nun seit etwa einem Monat als FÖJler bei der Naturschutzstation. Uns wurde das Herbstfest als großes und wesentliches Eventhighlight im Voraus angekündigt, doch zunächst nehmen uns die Vorbereitungen sehr in Anspruch und es bleibt wenig Zeit zum Durchatmen – doch es macht auch Spaß. Ich habe bereits in den vorigen Wochen sämtliche Grasflächen des Fischereihofs gemäht. Jeder verfügbare Platz und jeder Winkel wird gebraucht um die vielen geplanten Stände und Bild: ApfelbestimmungAttraktionen später unterbringen zu können. Während ich mit Rosi, einer Bufdi, und Rene, dem Vorarbeiter vom Außendienst, mit Multicar und Hänger durch Neschwitz kurve um an verschiedenen Stellen Biertischgarnituren sowie zwei Feuerwehrzelte auszuleihen und diese zum Fischereihof zu transportieren, wird der Fischereihof beim Hofputz auf Hochglanz poliert. Auch müssen verschiedene Maschinen, wie beispielsweise die beiden Balkenmäher, sowie etwa 20 Fahrräder ausgelagert werden. Dann wird die Scheune ausgeräumt und hergerichtet –   hier wird später das Puppenspiel sattfinden. Auch das Carport wird freigeräumt um Platz für verschiedene Bastelstände zu schaffen. Einen dieser Bastelstände wird Marin betreuen. Die Feuerwehrzelte und weitere Pavillons müssen ebenfalls aufgebaut und eingerichtet werden. Beim Aufbau sind meist mehrere Leute und eine Bild: Marmeladegute Koordination vonnöten. Hauptsächlich werden die Zelte und Pavillons mit den Biertischgarnituren bestückt, sie sollen als Sitz- und Essgelegenheiten dienen, aber auch der Kuchenstand und die Bühne auf welcher die Band Krambambuli aus Dresden auftreten wird finden ihren Platz in den Zelten. Dann müssen noch weitere Verkaufsstände aufgebaut werden. Mithilfe der Elektrikerfirma Heidan aus dem Nachbarort Luga wird die Stromversorgung vorbereitet. Nachdem alles einigermaßen aufgebaut ist, werden unter Anleitung der Dekorateurin Andrea Stände, Zelte, Tische und Geländer geschmückt. Auch die von Marin vorbereitete Beschilderung der Stände wird angebracht. Des Weiteren müssen im Vornherein die verschiedenen Speisen wie Suppen, Kuchen, Brotaufstriche und Fisch zum Räuchern vorbereitet werden. Der Fisch stammt Großteils aus der eigenen Teichwirtschaft der Naturschutzstation, doch es musste auch zugekauft werden, da in diesem Jahr die Fischernte etwas karg ausfiel. Das Fest sollte am Sonntag dem elften Oktober stattfinden, auch am Bild: RäucherfischVortag musste gearbeitet werden und somit war dies für uns FÖJler das erste Arbeitswochenende. Am Sonntag fanden wir uns alle etwas geschafft von der Woche gegen 8:00 Uhr auf dem farbenfroh geschmückten Fischereihof ein um letzte Vorbereitungen vor der Eröffnung zu treffen. Es kamen unglaubliche viele ehrenamtliche Helfer um die Durchführung des Festes zu unterstützen. Alle begannen emsig ihre Verkaufsstände einzurichten, viele Händler von Außerhalb brachten ihre Stände selbst mit und bauten diese auf. Ich fuhr noch mit Rene herum, um einige Hinweis-, Sperr- und Parkplatzschilder aufzustellen und begab mich anschließend zum Bratwurststand, welchem ich zugeteilt worden war. Marin hatte Bild: Schmuckwährenddessen ihren Bastelstand vorbereitet. Ab 11:00 Uhr kamen die ersten Gäste und mir blieb wenig Zeit mich wirklich ausgiebig bei den anderen Ständen umzusehen, deren Vielfalt von Räucherfisch, Suppen und Brotaufstrichen über Recycling-Basteln und Sensen Dengeln bis hin zu Waffeln, Marmeladen und Kuchen reichte. Auch den Kürbiswettbewerb, bei welchem der schwerste und der schönste Kürbis prämiert wurde und den Auftritt der Band Krambambuli bekam ich nur teilweise mit. Als um 18:00 Uhr die letzten Gäste gegangen waren, war ich einerseits traurig, denn der Verkauf hatte durchaus Spaß gemacht, aber auch geschafft und froh über eine Auszeit. Insgesamt hatten über 1000 Leute das Herbstfest besucht.

Doch mir blieb nicht viel Zeit zum Ausruhen. Bereits am Montag begannen wir mit dem Abbau und Aufräumen. Die Zelte und Stände mussten abgebaut und die Biertischgarnituren wieder zurück gebracht werden. Auch Scheune und Carport wurden wieder eingeräumt und die Dekoration entfernt. Nach zwölf Tagen Arbeit am Stück freute ich mich besonders auf das bevorstehende Wochenende.

Alles in allem hat es mir sehr viel Freude bereitet bei der Vor- und Nachbereitung sowie der Durchführung des diesjährigen Herbstfestes mitwirken zu können. Allerdings finde ich es sehr schade, dass trotz des gewaltigen Aufwands das Fest nur an einem Tag und nicht auch am Samstag stattgefunden hat. Im Jahr 2016 wird aufgrund von Umbauarbeiten kein Herbstfest stattfinden und ich denke, den folgenden FÖJlern entgeht dabei eine wesentliche und interessante Erfahrung.

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